Motivation, Training, TIME-VISIONSDefinition

„Der Prozess der Initiierung, der Steuerung und der Aufrechterhaltung physischer und psychischer Aktivitäten; einschließlich jener Mechanismen, welche die Bevorzugung einer Aktivität sowie die Stärke und Beharrlichkeit von Reaktionen steuern.“ (Zimbardo, P. & Gerrig, R. 2004 Psychologie)

Begriffsklärung

  • lat. movere
  • Motivation bezieht sich auf Dinge, die uns etwas tun lassen oder uns in Bewegung versetzen
  • diejenigen Prozesse, die zielgerichtetes Verhalten auslösen und aufrechterhalten (Mook, 1987)
  • Bewusste oder unbewusste Vorstellung einer Zielerreichung

Intrinsische / extrinsische Motivation

  • Intrinsische / Primäre Motivation: von Innen
  • Positiv: erfolgreich erreichtes Ziel
  • Negativ: Scheitern, eigene Grenzen

 

  • Extrinsische / Sekundäre Motivation: von außen
  • Positiv: Belohnung, Lob
  • Negativ: Bestrafung, Tadel, Ablenkung

 

Motivationstheorien

Epikur (griech. Philosoph)

„Wir handeln, um uns selbst Vergnügen oder Freude zu bereiten“
Wir haben Erwartungen: Wir verhalten uns so, dass die Summe möglicher positiver und negativer Konsequenzen für uns möglichst günstig ausfällt
Natürlichkeit von Bedürfnissen: Hunger, Durst etc.

Motivklassifikation nach Maslow

Maslow teilt Motivation in 5 hierarchisch angeordnete Gruppen
Selbstverwirklichung (die höchste Stufe)
Selbstachtung
soziale Bindungen
Sicherheit
Physiologische Bedürfnisse
Höhere Motivation wird nur dann aktiv, wenn niedrigere Gruppe befriedigt
Empirisch kaum belegt, trotzdem populär

Triebe und Anreize (Behaviorismus)

Triebe: internale Zustände als Reaktion auf physiologische Bedürfnisse (Hull (1943, 1952))
Drang nach Homöostase bzgl.biologischer Bedingungen
Spannungsreduktion
Anreize: äußere Reize / Belohnungen ohne direkten Bezug zu biologischen Bedürfnissen

Instinkt und Lernen

  • Instinkte sind vorprogrammierte Verhaltenstendenzen
  • Die Bedeutung der Instinkte wurde früher überschätzt
  • Freud (1915) machte eine Aufteilung in Lebensinstinkte und Todesinstinkte. Er beschrieb: „Instinkte agieren unterhalb der Bewusstseinsgrenze, haben aber tiefgreifende Konsequenzen für bewusste Gedanken.“
  • 1920 präsentierte er eine Liste mit über 10000 menschlichen Instinkten
  • Demnach seien Instinkte nicht mehr als universelle Erklärung für alle menschlichen Verhaltensweisen.
  • Hier herrschen demnach enorme Unterschiede zwischen verschiedenen Kulturen

Erwartung und kognitive Ansätze

  • Kräfte, die persönliche und soziale Verhaltensweisen motivieren
  • Menschliche Motivation aus subjektiver Interpretation der Realität
  • Verhalten abhängig von vergangenen Erfolgen / Misserfolgen
  • Motivation durch Erwartung zukünftiger Ereignisse

Motivationspotenzial

  • Demotivation führt zur Ablenkung durch Interessanteres
  • Übermotivation führt zu Fehlern, weil man zu sehr mit dem Geschehen identifiziert
  • Die Lösung findet man daher in der gesunden Distanz zur Aufgabe. Diese verbessert die  Leistung.
  • Richtung: „Was will ich erreichen?“
  • Quantität: „Wie viele Schritte sind notwendig?“
  • Intensität: „Wie stark lege ich mich ins Zeug?“

Leistungsmotivation

Die wichtigsten Aspekte der Leistungsmotivation sind

  • Furcht vor Mißerfolg
  • Hoffnung auf Erfolg
  • Setzung eines Anspruchsniveaus
  • Anstrengungsbereitschaft
  • Die Entwicklung der Leistungsmotivation erfährt der Mensch im Alter zwischen vier und zwölf Jahren.
  • Wichtig ist besonders in diesem Alter eine balancierte Forderung des Einzelnen, eine gute und konzentrierte Beobachtungsfähigkeit sowie eine Einschätzung der Fähigkeiten des Kindes.Erklärung:Überforderung führt zu Stress & erwirkt Demotivation
    Unterfordert man das Kind führt das zu Monotonie, welche auf das Kind demotivierend auswirkt.
    Mittlere Forderung führt daher zu effizientem Handeln

    Quellen:Zimbardo, P. & Gerrig, R. (2004). Psychologie. München: Pearsons Education (16. Auflage). (Kap. 12: Motivation, S. 503-510) •Rheinberg, F. (2000). Motivation (S. 11-20). Stuttgart: Kohlhammer. •Rudolph, U. (2003). Motivationspsychologie. Weinheim: Beltz. (S. 1-17)www.wikipedia.de (Motivation)

Das ist Motivation