Alkohol, Sucht„Alkoholsucht? Das kann mir nicht passieren. Ich brauche Alkohol nicht und kann jederzeit aufhören“, so mögen Sie vielleicht denken.

Tatsache ist: etwa zehn Prozent der Bundesbürger haben einen riskanten Alkoholkonsum und rund 1,8 Millionen Menschen gelten als alkoholabhängig.

Was tun, wenn man gefährdet oder bereits alkoholkrank ist?

Viele Menschen versuchen sich selbst zu beruhigen, dass sie jederzeit aufhören können und ihr Trinkverhalten ganz normal sei. Sie haben Angst davor, sich eingestehen zu müssen, „zu den Alkis oder Tippelbrüdern zu gehören“.

Auch die Angehörigen versuchen meist, nach außen hin das Suchtproblem des Partners zu verbergen und herunterzuspielen und werden so zum „Mittäter“ des Alkoholkranken. Man spricht auch von Co-Abhängigkeit.

Mittäter deshalb, weil sie den alkoholkranken Partner immer wieder davor bewahren, dass er die Konsequenzen seines exzessiven Alkoholkonsums zu spüren bekommt.

So entschuldigen sie den Partner beim Arbeitgeber, beseitigen die Schäden, die der Alkoholkranke im Rausch anrichtet, usw.

Der erste und wichtigste Schritt für Betroffene ist, sich einzugestehen, dass sie ein Alkoholproblem haben und Hilfe brauchen.

Wenn eine körperliche Abhängigkeit vorliegt, dann muss zuerst eine körperliche Entgiftung in einer Klinik stattfinden. Die körperliche Entgiftung dauert etwa 10 bis 14 Tage.

Unmittelbar danach folgt eine psychotherapeutische Behandlung in einer psychosomatischen Klinik oder Suchtklink. Der Betroffene wird in dieser Zeit auf ein Leben ohne Alkohol vorbereitet, und er lernt, seine Probleme auf andere Weise, als durch Alkohol, zu lösen.

Unterstützend wirken Selbsthilfegruppen und Einzel-Coachings, die von den Teilnehmern regelmäßig besucht werden.

Sucht – Alkohol und Co.